← Alle Artikel
Website-Basics4. September 20262 Min. Lesezeit

Baukasten-Website — die versteckten Kosten von Wix, Jimdo & Co.

Baukasten-Anbieter werben mit Preisen, gegen die keine Agentur ankommt: ab null Euro, fertig in einer Stunde. Beides stimmt — und trotzdem zahlen viele Betriebe am Ende mehr als für eine professionelle Website. Hier ist die Rechnung, die auf keiner Preisseite steht.

Eisberg-Motiv — die sichtbare Preisspitze über der Wasserlinie, die große Kostenmasse darunter

Vorab in aller Klarheit: Baukästen wie Wix oder Jimdo sind keine schlechten Produkte — sie sind beeindruckende Technik für einen bestimmten Zweck. Das Problem ist nicht der Baukasten, sondern die Rechnung, die man beim Start nicht sieht. Fünf Posten stehen dort, wo das Preisschild nicht hinzeigt.

1. Die Monatsgebühr, die nie endet

Der Gratis-Tarif trägt Werbung des Anbieters und eine Fremd-Domain — für einen Betrieb keine Option. Der realistische Business-Tarif liegt je nach Anbieter und Paket meist irgendwo zwischen 15 und 40 Euro im Monat. Klingt harmlos, ist aber eine Rechnung ohne Enddatum: Nach fünf Jahren stehen da schnell 1.200 bis 2.400 Euro — ungefähr der Preis einer professionellen Festpreis-Website, nur dass Ihnen danach nichts gehört. Hört das Zahlen auf, verschwindet die Website.

Kumulierte Kosten im Zeitverlauf: links wachsende Monatsbalken, rechts ein einmaliger Festpreis-Block
Die Baukasten-Rechnung wächst mit jedem Monat — der Festpreis bleibt, was er ist

2. Die Funktions-Schranken

Die beworbenen Tarife sind Einstiegstüren. Mehr Speicher, Shop-Funktionen, das Entfernen von Anbieter-Hinweisen, erweiterte Statistiken — vieles davon wohnt eine oder zwei Tarifstufen höher. Der Preis, mit dem Sie kalkuliert haben, ist selten der Preis, bei dem Sie landen.

3. Ihre Zeit — der teuerste unsichtbare Posten

„Fertig in einer Stunde" gilt für eine Seite mit Platzhaltertexten. Eine echte Betriebs-Website — Texte, Bilder, Struktur, Mobil-Check, Rechtstexte — kostet auch im Baukasten viele Abende. Rechnen Sie Ihren eigenen Stundensatz dagegen: Ein Meister, der 20 Stunden baut statt Aufträge abzuarbeiten, hat die „Gratis-Website" teuer bezahlt.

Der Baukasten ist nicht billig. Er ist nur billig am Anfang.

4. Der Umzug, den es nicht gibt

Der strukturell wichtigste Punkt: Baukasten-Websites lassen sich in aller Regel nicht vollständig exportieren. Design, Aufbau und Funktionen sind an das System gebunden — wer den Anbieter verlassen will, baut von vorn. Das ist kein Versehen, sondern Geschäftsmodell: Die monatliche Gebühr funktioniert, weil das Gehen teuer ist. Wem die Website hinterher gehört, ist deshalb die wichtigste Frage vor jedem Projekt — beim Baukasten lautet die ehrliche Antwort: dem Baukasten.

5. Der Einheitslook

Vorlagen sind der Grund, warum Baukästen schnell sind — und warum viele Baukasten-Websites austauschbar wirken. Für einen Betrieb, der sich über Vertrauen und Wiedererkennung verkauft, ist „sieht aus wie tausend andere" ein realer, wenn auch schwer bezifferbarer Kostenpunkt.

Wann ein Baukasten trotzdem die richtige Wahl ist

Ehrlichkeit in beide Richtungen: Für ein Hobby-Projekt, einen Vereinsauftritt, einen schnellen Test einer Geschäftsidee oder ein sehr kleines Budget ist ein Baukasten völlig legitim — genau das haben wir im großen Vergleich Selbermachen oder machen lassen ausführlich eingeordnet. Die versteckten Kosten treffen vor allem Betriebe, die dauerhaft über ihre Website Kunden gewinnen wollen. Für genau diesen Fall gibt es die Alternative mit umgekehrter Logik: einmal zahlen, alles besitzen — 1.490 € Festpreis, und Domain, Inhalte und Website gehören danach Ihnen. Welche Rechnung für Ihre Situation aufgeht, rechnen wir im kostenlosen Erstgespräch gern gemeinsam durch — auch wenn das Ergebnis „bleiben Sie beim Baukasten" lautet.

Unsicher, was Ihre Website kosten sollte?

In 20 Minuten wissen Sie, was möglich ist — und was es kostet. Kostenlos und unverbindlich.

Kostenloses Erstgespräch
S
SelmaoDas Studio hinter diesem Blog. Websites für Betriebe, die Kunden wollen statt Kompromisse.